EU Checker – Um was geht’S da überhaupt?

Auch ich konnte zu vielen Fragen noch keine richtige Antwort geben, z.B. was die letzte 18 überhaupt „machen“. Aber zum Glück gibt’s ja den Spiegel, der hat sich mal auf der Website umgeschaut und mit den Machern hinter diesem Projekt geredet. Deshalb folgen nun die wichtigsten Fakten zusammengefasst für faule Menschen:

Vom 20. Juli an werden insgesamt 18 Jugendliche zwischen 16 und 28 Jahren zwei Wochen in die beiden neuen EU-Staaten ausschwärmen. Von ihren Erlebnissen berichten sie per Smartphone und Internet. Noch bis Ende Juni läuft auf www.euchecker.de die Casting-Phase. 150 Bewerber haben ihre Profile bereits online gestellt und werben um die Gunst der User. Denn die dürfen abstimmen und entscheiden gemeinsam mit einer Fachjury darüber, wer am Ende als EU-Checker auf die Reise geht…

…Die Schirmherrschaft für die EU-Checker haben Außenminister Frank-Walter Steinmeier und sein rumänischer Kollege Adrian Cioroianu übernommen, die Kosten trägt unter anderem die Robert-Bosch-Stiftung. Die technische Umsetzung liegt in den Händen des Medienlabors Potsdam …

Damit die Mission der EU-Checker nicht zum Blindflug wird, recherchieren die studentischen Macher schon seit Monaten in Rumänien und Bulgarien nach Themen. Lokale Besonderheiten und ein paar Sprachbrocken lernen die Teilnehmer auf einem Workshop.

Politikfabrik-Sprecherin Birgit Ulrich skizziert schon einmal ein paar mögliche Themen der Checker: „Es gibt in einer Stadt die Möglichkeit, für einen Tag in einer Jugendorganisation mitzuarbeiten, die sich um Straßenkinder kümmert. Es gibt Aktivisten gegen Korruption – und natürlich auch ganz normale Menschen“, wie den Münchner, der nach seinem Philosophiestudium nach Rumänien gegangen ist und sich dort als Bio-Bauer angesiedelt hat. Welche Orte auf dem Reiseplan stehen, erfahren die Teams erst kurz vorher – auch darüber entscheiden die Besucher der Webseite.

„Eine Woche nach der Ankunft treffen sich die EU-Checker wieder an der Grenze zwischen Bulgarien und Rumänien“, sagt Birgit Ulrich. Bis dahin sind alle auf sich selbst gestellt, nur im Notfall kann eine Taskforce eingreifen, die per Kleinbus für die Politikfabrik ebenfalls in den beiden Ländern unterwegs ist.

Den Abschluss bildet dann eine große Party im rumänischen Sibiu, der Europäischen Kulturhauptstadt des Jahres 2007. Dort wird der beste EU-Checker gekürt – per Internet-Abstimmung. „Die Reise wird ein großes Abenteuer“, freut sich Birgit Ulrich schon auf die Mission Europa. „Bei Youtube kann man ja sehen, dass nicht unbedingt derjenige mit den besten technischen Methoden gewinnt. Sondern der, der originell ist und sich was traut.“

Hier findet ihr den Artikel.

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