Berlin, Berlin, ich fahre nach Berlin …

Noch vor wenigen Stunden saß ich meiner Steuerungstechnik WP, nebenbei: dürfte ich bestanden haben), nun schon bei meiner Schwester in Berlin. Aber von vorne. Gegen 12 ging’s mit der „Ghetto“-Bahn bis ganz nach Lobeda-Ost. Das Wetter war ehrlich gesagt beschissen – aber vielleicht erzeugt das ja Mitleid und ich komme schneller aus Jena raus. Ich lief also bis fast zur Autobahnauffahrt der A4 an eine Einbuchtung packte meine „Berlin“-Schild zurecht und Schwupps hielt schon ein Auto an. Also wirklich, das waren noch nicht mal 10s. Ich fragte ihn nach seinem Ziel. Er, im folgenden Andreas, fuhr nach Berlin, musste aber noch mal nach Hermsdorf. Für mich ja kein Problem, da ich eh nicht vor 16 Uhr da sein durfte, da meine Schwester bis dahin noch Vorlesung hatte. Nun gut die Fahrt ging los und ich erfuhr viele Sachen von Andreas. Er war ein Altenpfleger der eigentlich mit nem’ Wohnwagen (den er Hermsdorf abholen wollte) nach Paris wollte – als er mich aber am Straßenrand sehen sah, disponierte er kurzerhand um und fuhr nun mit mir nach Berlin um dort irgendeine Freundin zu besuchen. jedenfalls fragte er mich nach einer Zeit, ob ich denn die Fläppen hätte, was ich selbstverständlich bejahte – nur 10min später saß ich selbst am Steuer und durfte mich quasi selbst bis zur Haustür meiner Schwester bringen. Total geil. Ich war somit nicht mal 3h unterwegs und erfuhr von Andreas, das er bei einer älteren Dame, Käthchen, wohne und arbeite, die er schon des öfteren in alle Himmelsrichtungen mitgenommen hatte. Er fuhr mit ihr schon nach Paris (er erzählte, dass sie an einem Freitag hinfuhren, in Paris frühstückten und Mittag aßen und am Abend ging’s wieder zurück!) und Prag. Somit ging die Fahrt super schnell und sogar entspannt (obwohl Freitag war, war relativ wenig Verkehr) vorbei und „musste“ noch eine kurze Runde durch Schöneberg drehen, um die Zeit zu überbrücken bis meine Schwester aus de Uni kam.

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