Riga – Tallinn

Heute sollte uns die längste Strecke erwarten, sprich wir wollten es eigentlich schaffen von Riga nach Helsinki zu kommen – per Autostop selbstverständlich!

Wie so oft zuvor gings mit einer Strassenbahn zu einer grossen Europastrasse (in diesem Fall die E67), welche mehr oder weniger direkt nach Tallinn fuehrte.

Unser Trampspot war aber zu gut gewählt, denn wir sollten im Laufe unser zweistuendigen Wartezeit auf unseren ersten Lift (wie gewohnt bei Regen und Wind …) nicht die einzigsten Tramper bleiben und auch nicht die einzigsten die nach Tallinn wollten.
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So standen zeitweise bis zu acht Tramper auf dem Seitenstreifen, manche, irgendwie immer blonde langhaarige kurzröckige Mädels, mit wesentlich mehr Erfolg als wir. Denn irgendwie immer wenn wir dachten, super nun wurden die Mädels mitgenommen, also wuerde der nächste potentielle Autofahrer ja unserer, da kamen auch schon wieder die nächsten Tramperinnen und „schnappten uns die Lifts“ weg … 😉
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Bis nach zwei Stunden und fast erfroren sich eine Audi A6 Fahrer erbahmen mit uns hatte und uns wenigsten 20km bis zur nächsten Tanke inmitten vin nirgendwo fuhr – aber immerhin an einer von Fernfahrern gelegenen Strasse.
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Nach wesentlich kuerzeren 30 min. nahm uns dann ein sehr netter Este mit, mit dem sich Wolle so gut wie die ganze Fahrt ueber auf Russisch unterhielt und sich ueber Gott und die Welt unterhielt. Ich nutzte die Zeit um verlorenen Schlaf wieder einzuholen…

Wir wurden zwar dankenswerterweise direkt am Fährterminal nach Helsinki ausgesetzt, konnten dann aber unsere Fähre nur noch aus dem Hafen auslaufen sehen. Wir waren ganze 10 Minuten zu spät!

Wir hatten nun zwei Möglichkeiten, entweder die nächste Fähre um 20.30 Uhr nehmen (mit der Ankunft gegen 24 Uhr in Helsinki und bis dahin keinerlei Schlafmöglichkeit) oder den Abend abermals in Tallinn zu verbringen und zu versuchen bei Rasmus unterzukommen. Um dann die erste Fähre am nächsten Tag zu nehmen.

Wir entschieden uns fuer die zweite Variante, da die Fähre am Samstag auch nur die Hälfte kostet und wir somit auch nochmal am Nachtleben Tallinns mitnehmen zu können.

Dem Abendbrot folgte somit eine Kneipentour durch die schrägsten (Bar im „Dittsche-Style“ mit ähnlicher Kundschaft), studentischste (ähnlich dem Rosenkeller, auch in einem Kellergewölbe) sowie lustigste Kneipe. Bei Letzterer amuesierten wir uns köstlich ueber die Sterotypen, die wir dort verfinden konnten. Highlight war ein Mann, deutlich ueber dem Altersdurchschnitt der eher jugendlichen Kundschaft, welcher stur an mit einem Bier an einem Tisch alleine sass und jeden anstierte.

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