This is Atomiclove…

Wuhlheide Berlin, 16999 andere Menschen und die beste Band des Universum spielt auf zum „Grande Finale“. Kurz: eines meiner besten Konzerte doch auch leider viel zu kurz.

Um 17.00 Uhr war Einlass, sodass ich mich gegen dreiviertel vier vom bösen Westen in den guten Osten Berlins machte, um so rechtzeitig vor dem Ansturm dort zu sein und mir einen (relativ) guten Platz zu sichern. Erstens für die Beatsteaks und zweitens für The Subways, welche als Supportband aufspielen durften. Somit sollte der Abend ja zwei Highlights aufwarten und den hohen Ticketpreis bei Ebay (ein wenig) ausgleichen …

Als erste Vorband spielte aber nun erstmal Dan Satan oder so ähnlich (bitte mal myspacen …). Ich nutzte die Zeit um auf Toilette zu gehen und was zu essen (Bulette natürlich!). Das spricht wohl über die Qualität dieser Band. Immerhin die Mittvierziger Frauen neben mir fanden’s toll … Ich frage mich eh, was die vor dem ersten Wellenbrecher suchen, wo es Ruhepausen wenn überhaupt nur bei „Hey Du“ gibt… Die Alterspanne lag von kleinen Jungs und Mädels (geschätzte 12) bis zu den erwähnten Damen – alles dabei. Immerhin aber trotzdem wesentlich älter als der Schnitt bei Madsen und Jennifer aus Rostock. Wir kennen ja alles „dieses Problem“!

Rechtzeitig zur zweiten Vorband und dem ersten Highlight – The Subways – war ich wieder in guter Position und nach den ersten Takten und dem obligatorischen Gepoge plötzlich genau in der Mitte der Stage. Perfekt! Diesen Platz konnte ich auch durch die Bank der Hits der englischen Band verteidigen, obwohl die Spielzeit und die Lieder ähnlich, bzw. genau dem des Highfields entsprachen, so hatte ich zumindest das Gefühl. Geil war’s trotzdem und als „Du Bist die Sonne, du bist die Einzigste“ gespielt wurde war absolut kein Halten mehr. Im November kommt das Trio ja schon wieder nach Dtl.

Nach kurzer Umbauphase kamen dann die Herren aus „ihrer Stadt“ auf die Bühne. Was soll man sagen!? Ein Feuerwerk durch die Bank weg – auch in der Crowd. So brannten bei „Summer“ gleichzeitig vier Bengalos und der Sicherheitsdienst hatte immer fein was zu tun.

Eine Wall of Death folgte der nächsten, sodass ich mir ab etwa dem fünften Lied die Show von etwas weiter hinten, sprich genau vor dem Wellenbrecher anschaute. Ruhig war es dort zwar auch nicht, aber immerhin wurde man nicht andauern durch das komplette Mosh-Pit geschleift. Die Schuhe waren am Ende trotzdem schwarz (guter Matschboden sei dank) und der Rest durchgeschwitzt – also sehr gute Zeichen für ein erfolgreiches und feines Konzert! Einzig und allein „Schlecht“ und „48/49“ vermisste ich in der Songlist.

Nach dem Konzert erwarte mich dann das kontrollierte Chaos. So machte ich mich erst einmal gemächlich auf dem Heimweg und gönnte mir auf dem Weg zum S-Bahnhof noch ein gutes Rostocker Export. Gleich in die erste S-Bahn konnte ich mich zwar noch mit reinzwängen, doch fuhr diese dann nur eine Station – sehr zur Freude der Fahrgäste wie man sich vorstellen kann. Danach war Schienenersatzverkehr angesagt. Immerhin reagierte die BVG schnell und schickte gleich mehrere Entlastungsbusse zur Verfügung die dann quer durch Berlin zu irgendeiner anderen S-Bahnstrecke fuhren. So dauerte zwar die Heimfahrt ein wenig länger, doch immerhin war die An- und Abreise im Ticketpreis mit inkludiert und angekommen bin ich ja scheinbar auch. Nach dem gute Nacht-Kakao geht’s nun ins Bett und ich freue mich auf eine erholsame Nacht und träume von den Beatsteaks in der Rose …

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