Bahnarbeiter für einen Tag – in Kremenchuk (Ukraine)

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Unseres bescheidenes Heim

Es es ist Samstag in der Ukraine. Aber fuer uns nicht besonderes, denn wir haben heute die Aufgabe, denn oertlichen Arbeitern beim Erweiteren des Schienennetzes zu helfen. Die Stadt in der wir naechtigen heisst Kremenchuck. Die Betten sind zwar eher gewoehnungsbeduerftig, doch wer laenger arbeitet schlaeft auch besser! So drueckte Pauk im Morgentran auch gleich mal den falschen Knopf und schenkte uns allen damit eine volle Stunde laengeren Schlafes. Immerhin gegen 10 Uhr machten wir uns aus dem Bett. Ich, Marco, hatte noch etwas Stress, denn ich wollte unbedingt noch ein paar Sachen auf die mysputnik.de posten, ehe mein Interview vom Vortag gesendet werden wuerde. Zum Glueck half uns hierbei die Zeitverschiebung, sonst waere es sehr tricky geworden.

 

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Wolf und Hase – Julian schaut gespannt zu und vergisst sogar fuer kurze Zeit das Bloggen!

Nach der warmen Dusche setzten wir uns gemeinsam mit Julia an den schoon gedeckten Fruehstueckstisch. Es gab warem Koernerbrei, aehnlich Muesli, mit Joghurt und Honig. Sehr lecker und eine optimale Basis fuer den Morgen und den langen Tag. Vielleicht etwas zu suess fuer den Mitteleuropaeischen Geschmack. Doch der selbstgemachte Tee aus frischen Himbeeren aus dem eigenen Garten liess ueber diese Pingeligkeit unserseits hinwegblicken. Danach gab es belegte Brote und zum Abschluss selbstgemachten Joghurt – vom Feinsten!

 

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Wir danken unseren unersaetzlichen Helfern!

Gleich danach machten wir uns auf, um die Tagesaufgabe so gut wie moeglich zu erfuellen. Wir gingen zwar optimistisch an die Aufgabe heran, doch stellte usn Julia keine besonders hohen Erfolgschancen aus. Immerhin war es ja Samstag und somit kein gewoehnlicher Arbeitstag. Dank Julias Freund schafften wir aber das fuer uns Unmoeglich geglaubte: es wurde uns ermoeglich direkt neben den Gleisen und an vorbeifahrenden Zuegen Grabungsarbeiten durchzufuehren. Nun packte uns der Ergeiz und wir wollten mehr. Durch die Dolmetscherkuenste unser Begleiter schafften wir es noch, die Schaltanlage fuer die Signale zu betaetigen und den Bahnsteig zu kehren. Leider blieb es uns verwaehrt auch noch den Schalter zu besetzen. Somit konnte nun "leider nicht" der gesamte Bahnhof in Kremenchuk von Team Nord gesteuert, verwaltet und gebaut werden.

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Arbeitstag eines Bahnstreckenangestellten, oder so aehnlich …

Diesem Tatendrang folgte ein kurze Fuehrung ueber den Wochenendmarkt. Zahlreiche Haendler aus der Stadt sowie den umliegenden Doerfern verkauften dort ihre Ware, die unterschiedlicher nicht sein konnte. Angefangen von Jeans und Klamotten im Allgemeinenlebenden, ueber Kaese, Fleisch, Obst, Gemuese und Suessigkeiten bis hin zu lebenden Tieren wie Schafen und Ziegen. Letztere, so sagte man uns, waren aber eher weniger fuer den Verzehr gedacht, sondern fuer den Privaten Bauernhof. Sollte dies unsere erste Erfahrung fuer die Tagesaufgabe am naechsten Tag sein?

 

In der Naehe des Marktes warte Julias Vater, ein Geschaeftsmann in der oertlichen Rafinerie, um uns zum Gelaende der Rafinerie zu fahren. Auf dem Weg dorthin kamen wir an einer grossen Arbeitersiedlung vorbei, welche frueher einmal einen eigenen Ort bildete aber durch ihr staendiges Wachstum letztendlich in die Stadt Kremenchuk ueberging.

 

Das gesamte Areal des Werkes zu umfahren dauerte mindestens 10 Minuten. Das es mittlerweile schon gegen drei Uhr am Nachmittag war, fuhren wir noch kurz an der Fabrik des Nutzfahrzeugherstellers "краз" vorbei, um anschliessend noch bei der Brauerei der Stadt vorbei zuschauen und einen kurzen Halt zu machen.

 

Unsere Maegen knurren, und wir suchten ein Pizzeria auf. Dorten ass das Team jeweils eine eigene Pizza, waehrendessen unsere Begleiter sich zu dritt eine Pizza teielten. Wir hatten einfach Hunger. Julian musste sich zwar das letzte Stueck noch hineinzwaengen, doch es sollte ja am naechsten Tag auch nicht regnen!

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Nur He-Man war cooler – Fund in einer Muelltonne, der sogleich an einen Opa mit Enkel uebergeben wurde, der sich sehr freute

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BLOGGEN!

Nach dieser Staerkung ging es nun mit Julias Freundin und deren amerikanischen Freundin quer durch Kremenchuk zur Sightseeing Tour.

 

Geschafft und mit schweren Beinen kamen wir gegen 19 Uhr wieder an Julias Haus an. Dort wartete ihr kleiner Neffe auf uns, der uns ziemlich auf Trouple hielt, da er immer Fussball spielen wollte oder genau dann an den Computer, wenn wir selber etwas zu tun hatten. Kurz darauf gab es auch ein ausgedehnten Abendbrot zur Grundlage fuer den Abend beziehungsweise fuer die Nacht.

 

Nach dem Wechseln unsere sieben Sachen machten wir uns auf in die Innenstadt, um uns dort wieder mit allen Freunden vom Tag zu treffen. Auf dem Weg dorthin holten wir uns noch ein ukrainisches Schwarzbier beim Spaeti ab, um die lange Wegdistanz von 20 Gehminuten besser ueberbruecken zu koennen. Im Lokal "Astorian" blieben wir dann so lange, bis uns der Wirt netterweise hinauswarf. Den Rueckweg kuerzten wir nun ab, denn die Fahrtkosten von umgerechnet 2,50 Euro konnten wir uns trotz des geringen Budgets doch noch leisten.

 

Nun hiess es fuer Julian und Paul "Gute Nacht", waehrendessen ich noch die Artikel zu Ende schreibe – Go for Gold!



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