Nintendo + Punk = jede Menge Spaß

Es gibt Bands die benennen sich nach rollenden Steinen („Rolling Stones“), nach einer lebhaften Schlafphase („R.E.M.), nach Gleichstrom/Wechselstrom („AC/DC“) oder eben nach einer freizüglichen japanischen Animeserie wie die „Bondage Faries“ aus Stockholm (Schweden). Außer den sehr futuristisch anmutenden Masken und den erfrischend anderen Texten verbindet die beiden Namensvetter zum Glück eher wenig.

Bondage Fairies

Von Stockholm hinaus in die Welt
Nun muss sich der To4ka-Treff Leser natürlich fragen, was eine schwedische Band mit Russland oder Deutschland zu tun hat. Aber neben ihrer schwedischen Heimat ist die Band, welche man am besten als Kreuzung einer alten Spielkonsole, viel Indie-Attitüde und etwas Punk beschreiben kann, in Deutschland und Russland am bekanntesten.

Wenn man denn überhaupt von „richtiger“ Bekanntheit sprechen kann. Vielleicht ändert sich das nun ein wenig. Immerhin hat es die Zwei-Mann-Kapelle, der Computer im Hintergrund noch nicht mitgerechnet, zu sehr guten Kritiken in den einschlägigen Musikmagazinen gebracht – denn die Schweden schufen mit ihrem Debüt „What You Didn’T Know When You Hired Me“ aus dem Jahre 2006 ein Album welches glücklicherweise sehr weit weg vom Charts-Pop-Einheitsbrei der Radios ist.

Von tanzenden Indie-Girls
Von Konzerten in den angesagtesten Clubs, vor allem in Deutschland, einmal ganz zu schweigen. Dabei darf man aber nicht allzu sehr vom klassischen Klischee des Punkrocks ausgehen, allein ein Blick auf die Bilder zeigt die Einzigartigkeit. Die Jungs überzeugen mit einem wahnsinnigen Trashfaktor, einem unerschöpflichen Spaßpotenzial und viel Spielfreude. Will das Publikum nach der zweiten Zugabe immer noch nicht nach Hause gehen, so wird einfach die gesamte Playlist noch mal von vorne gespielt. Ein Reset des Computer vorausgesetzt.

Von Plastikbausteinen und anderen Helden der Kindheit
So sind aus Lego-Steinen und Leuchtdioden zusammengebastelte Helme, mit Basteleien versehene E-Gitarren oder der Computer im Bierkasten nur schmückendes Beiwerk, wenn sich die Texte um He-Man, den Comicheld aus den 80er Jahren, eine schwulen Heirat oder über das peinliche Auftreten so mancher Diskogängerinnen drehen.

Dabei schreiben die beiden selbst auf ihrer Homepage, dass sie gerade das kontroverse an ihrer Performance reizt und die Gegensätze anziehen wollen. Denn musikalisch, und dann besonders live, können sie voll und ganz überzeugen. Letztes Jahr verweilten sie nach zahlreichen Bitten und Betteln seitens ihrer Fans das erste Mal in Russland, sodass es auch dieses Mal wieder zwei Termine dort geben wird. Anschließend kommen sie für 10 Konzerte in die Bundesrepublik.

Schöner als die Beschreibung der Bookingagentur kann man den Artikel auch nicht abschließen: „Wenn die Welt gerecht ist, können Bondage Fairies die Welt erobern!“ Dem bleibt nix hinzuzufügen.

Am 9. Mai wird im Hamburger Hafenklang das Nachfolgealbum mit dem Titel „Cheap Human Wine“ released – ein doppelter Pflichttermin also!

Anmerkung I: Der Artikel wurde ursprünglich für das deutsch-russischsprachige Jugendwebportal to4ka-treff verfasst

Anmerkung II: Beim Konzert am Samstag (also morgen!) im Hafenklang ist der Eintritt frei! Einlaß ab 22:00 Uhr, Beginn ab 22:30



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