Stepanzminda

Stepanzminda

Langsam fangen die Oberschenkel an zu ziehen. Auch Körper und Geist brauchen mittlerweile – nach Tag drei – eine erste Pause. Denn die Sommerschule ließ bisher keine großen Verschnaufpausen zu. Dazu kommt, dass die Abende „selbstverschuldet“ bisher immer sehr spät endeten.

Doch jetzt sind wir wieder in unserem Quartier in Tbilissi zurück, am Abend bleibt sogar etwas Zeit, um Spaghetti mit Tomatensoße zu kochen. Leider ist das freie W-LAN nicht mehr verfügbar, der Kontakt zu Außenwelt teilweise abgebrochen. So wurden diese Zeilen vorgeschrieben, um sie am ersten „richtigen“ Seminartag an der Uni, dem heutigen Montag, in die Welt zu senden.

Allzu viel schreiben möchte ich aber nicht, einfacher und anschaulicher ist es, die Fotos aus Stepanzminda, das von 1921 bis 2006 Kazbegi hieß, sprechen zu lassen. Nur kurz (oder doch lang?) zur Einordnung: Der ziemlich touristisch geprägte Ort liegt auf knapp 1.700 Metern Höhe an der Georgischen Heerstraße, einem der wenigen auch von LKWs befahrbaren Wege in das nördliche Russland. Denn von Stepanzminda sind es nur wenige Kilometer nach Nordossetien, rund 40 in dessen Hauptstadt Wladikawkas. Bis nach Tbilissi sind es von Stepanzminda rund 175 Kilometer. Allein die Anfahrt in den Bergort ist höchst interessant, abenteuerlich, auch wenn bei uns dicke Nebelschwaden die Sicht in die Talschluchten verhinderten. Von unserem Zielort kann man bei guten Wetter den höchsten dritthöchsten Berg Georgiens, den knapp über 5.000 Meter hohen Kazbeg, sehen.

Untergebracht waren wir in einem wohl erst vor kurzem renovierten Gasthaus der Ilia State University, die die Sommerschule organisiert. Am Sonntagmorgen machten wir uns dann schon früh los, um auf den Kwemi Mta in 2.170 Meter hinaufzusteigen. Oben liegt die im 14. Jahrhundert erbaute Dreifaltigkeitskirche. Da am Sonntag gleichzeitig auch einer der höchsten georgisch-orthodoxen Feiertage war, nämlich Maria Himmelfahrt, zogen die Menschenmassen bepackt mit Essen und/oder ihrem gesamten Anhang hoch zur Kirche – die Alten und Faulen benutzten Autos, egal ob im alten aber unkaputtbaren Lada Niwa oder in einer eher weniger geländegängigen Mercedes-Limousine.

Der Aufstieg ist zwar etwas beschwerlich, bei gutem Wetter und vor allem trockenen Wegen jedoch in 1,5 bis 2 Stunden zu schaffen, runter geht’s natürlich erheblich schneller. So jetzt aber genug des Inputs:

Georgische Heerstraße

Georgische Heerstraße

Georgische Heerstraße

Georgische Heerstraße

Georgische Heerstraße

Georgische Heerstraße

Stepanzminda

Stepanzminda

Stepanzminda

Stepanzminda

Stepanzminda

Kazbeg

Stepanzminda

Es bleibt zu erwähnen, dass die Fotos nur überblicksartig das vergangene Wochenende zeigen; für eine ausgiebige Auswahl, (Farb-)Korrektur und Sortierung bleibt momentan einfach keine Zeit – ich möchte aber trotzdem sehr regelmäßig Material zur Verfügung stellen. Vor allem, weil die kommenden Wochen mit ganztägigen Seminaren und Vorträgen an der Universität eher weniger beeindruckend sind, zumindest was die Fotomotive angeht. Die meiner Meinung nach besten Fotos halte ich euch bis dato also noch vor. An die muss ich mich mal in Ruhe dransetzen, an Material mangelt es eher nicht…

PS: Ab sofort bin ich ausschließlich unter folgender Handynummer zu erreichen: +995 599 33 29 64



2 Kommentare

  1. Hermannn Sundermeier  hat geschrieben

    Hallo Marco,
    danke für die Bilder und den Bericht, freue mich auf weitere Bilder.

    Gruß Hermann

  2. […] Wie schon etliche Male in der Vergangenheit gehört zu einer Georgien-Reise natürlich auch ein Ausflug ins Gebirge zum Pflichtprogramm. Diesmal wollte ich allerdings die mittlerweile schon arg bekannten Pfade verlassen und fragte deshalb einen ehemaligen Kommilitonen, der mittlerweile ein Reiseunternehmen in Tbilissi leitet, um Rat. Er empfahl mir Jago Arabuli. Jago ist studierter Germanist und betreibt im Bergdörfchen Dschuta zusammen mit seiner Frau ein kleines Gästehaus, insbesondere bietet er aber Touren an. […]

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