Sechs Wochen frei(heit) – Ein Rückblick


Blick vom Tbilisser Hausberg, dem Mtazminda, auf die Stadt. Erstmalig bestiegen zusammen mit Markus und Mathias am 28. Februar.

Der letzte Ferientag flog nahezu ereignislos an mir vorbei. Miese Stimmung könnte man meinen, der Ernst des Leben würde zurückkommen. Doch dazu kann es hier quasi nicht kommen! Nicht nur, dass wir (mittlerweile mit einem neuen Mitbewohner ausgestattet – Giuseppe aus Salerno) seit Tagen mit drei Couchsurfern zusammenhausen und –feiern: Billy aus Australien mit seiner deutschen Freundin Lena sowie Eric aus den Vereinigten Staaten. Vor allem waren wir aufs ausgiebigste unterwegs um unseren Gästen etwas zu bieten. Kleinere Berge, wie der hinter unserem Haus, und beträchtlich Größere wie dem Kaukasus wurden erklommen. Letzterer selbstverständlich mit unter Zuhilfenahme einer Marschrutka, um in Gudauri, dem georgischen St. Moritz, die Pisten hinunter zu sausen.

Nicht zu vergessen: Der gesamte Südkaukasus wurde bereist, ich war in (fast) allen Nachbarländern und auch Georgien wurde querbeet ausgekundschaftet. Von der Hauptstadt ans Meer, ins Hochgebirge, zurück ans Meer und wieder ab in die Berge. In meiner imaginären Liste der Orte, die mir noch „fehlen“, konnte ich so einiges abhaken – doch einige Wunschziele bleiben noch: Ushguli, Dawit Garedscha, Sighnaghi und die Schwarzmeerküste von Poti bis Kobuleti – zumindest was Georgien angeht. Da sich aber im Frühsommer mehrere Besucher angekündigt haben, bin ich zuversichtlich, dass ich am Ende beruhigt das Land wieder verlassen kann.

Doch auch etwas Arbeit lag an. Die kaukasische Feldforschung musste (und muss noch bis nächste Woche) ausgewertet werden. Des Weiteren stand erst gestern ein Kurzbesuch in der zweitgrößten Stadt des Landes, Kutaisi, an – bereits für mein Praktikum bei der georgischen Nachrichtenagentur Civil.ge.

Nächstes Semester wird also spannend, ich werde vermutlich mehr unterwegs sein, als „daheim“ in Tbilisi. Und ich hab noch so viele Ideen, was ich allein in der Hauptstadt machen könnte. So hoffe ich, dass ich einige davon im Rahmen meines Praktikums umsetzen kann. Somit wird alles zu Ende sein, bevor das hier so richtig begonnen hat. Und dann ist wieder Sommer.



2 Kommentare

  1. […] als erhofft – weil sehr spontan – konnte ich am sonnigen Sonntag ein Ziel meiner “Liste” abhaken: das zumindest im Zentrum komplett sanierte Sighnaghi, gut 120km östlich von Tbilissi. […]

  2. […] mit Sven, Kumpel eines Mitbewohners und bei uns zu Besuch für ein paar Tage, ein weiteres Ziel meiner “Liste” abzuhaken: den Klosterkomplex Dawit Garedscha an der Grenze zur Aserbaidschan. Nicht nur, dass das […]

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