Sighnaghi

Sighnaghi
Bei noch besseren Bedingungen kann man im Hintergrund die schneebedeckten Spitzen des Kaukasus erblicken.

Schneller als erhofft – weil sehr spontan – konnte ich am sonnigen Sonntag ein Ziel meiner „Liste“ abhaken: das zumindest im Zentrum komplett sanierte Sighnaghi, gut 120km östlich von Tbilissi. Eigentlich dachte ich nach dem Aufwachen nach einer langen Samstagnacht, dass ich den Sonntag eher ruhig angehen werde. Doch da meine Mitbewohner unerwartet früher aus Armenien zurückkehrten, krempelte ich den Faulenzerplan um. Nicht nur, dass Jose und Sebastian armenisches Bier mitgebracht hatten, sie hatten auch jede Menge Reiselust mit im Gepäck. Wenig später kam unser georgischer Kommolitone Levan dazu, der auch mit in Jerewan war. Nach einem ausgiebigen Frühstück ging es los.

Sighnaghi

Praktischerweise brachte Levan auch sein Auto mit, sodass wir bereits nach einer kurzen Tankpause direkt aufbrechen konnten. Wie erwähnt ging es zu einer von Saakaschwilis Vorzeigeprojekte im Tourismusbereich: Die auf einem Bergkamm gelegene kachetische Stadt (wobei Stadt etwas übertrieben ist, aber offiziell besitzt sie nunmal diesen Status) ist zwar hübsch anzusehen, doch wirkt grade diese Herausgeputztheit sehr künstlich. So wird der eigentlich Charme des Städtchens etwas übertüncht. Nach einiger Zeit des Herumwanderns schlug der Hunger erbahmungslos zurück und wir machten uns auf den längeren Weg zurück in die Hauptstadt. Dank Levan machten wir dann auch Halt in einem Ort, wo Normaleuropäer vermutlich nicht anhalten würde. Doch speziell in Georgien gilt die Regel, je uneinladender die Restaurants (besser Speiseorte) aussehen, desto besser ist das Essen! Mit hausgemachten Wein und zahlreichen frisch über dem offenen Feuer gebratenen Mzwadis (Schaschlik ist eigentlich eine georgische Erfindung …) aus Schweinelende konnte der äußerst nette Sonntag würdevoll ausklingen. Gagimardschos!

Einige Fotos mehr gibts bei Flickr und noch mehr bei Facebook.

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