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Die Zeit in Tbilissi ist hiermit zu Ende und damit nicht nur die Dauer meines Auslandsstudiums, sondern auch die Zeit des Umherreisens. So intensiv und ausgiebig wie Georgien werde ich wohl kaum noch einmal in eine andere Region eintauchen, sei es in die Kultur, die Politik aber auch in so unterschiedliche Einsichten einer Gesellschaft. Und auch den Nachbarländern (ausser dem nicht direkt erreichbaren Russland im Norden) stattete ich (mal längere, mal kürzere) Besuche ab. Doch die wohl einprägensten Erinnerungen durfte ich aus dem Iran mitnehmen.

Seit ich vor 10 Monaten am Münchner Flughafen abhob, hab ich rund 25.000 km hinter mich gebracht. Etwas müde bin ich mittlerweile geworden aber vor allem schaue ich ungläubig zurück, wie schnell doch alles irgendwie wieder vorbei ging, vorbei zog. Zwar werde ich bestimmt irgendwann wieder nach Georgien zurückkommen – allein weil ich neugierig bin wie sich „hier“ alles entwickeln wird – doch bis dahin wird wohl noch einige Zeit vergehen. Leider muss ich bis dahin auf einige liebgewordene Dinge wohl oder übel verzichten, sei es auf die herrlich nach Tomaten schmeckenden Tomaten, die ständige Verfügbarkeit an kleinen Tante-Emma-Läden, das unbeschwerte Leben aller Mitmenschen, die Einfachheit des Reisen und natürlich auf die allgegenwärtige Offenheit und Gastfreundschaft. So bleibt für mich zum Abschied nur zu sagen: Didi madloba da mschwidobit!

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