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Kategorie: Jena

Flutlicht Festival

Flutlicht Festival
Bereits zum vierten Mal fand an diesem Wochenende das Flutlicht Festival im Jenaer Paradies statt. Das zentrale Motto des gemeinnützigen Festivals ist „Kickt die Mauern aus den Köpfen!“. Durch Konzerte, Vorträge, Diskussionsrunde, Workshops und natürlich dem Fußball spielen sollen Toleranz, Austausch und der Abbau von Vorurteilen gelebt werden. Die Veranstalter, junge engagierte Fußballfans vom Verein Hintertorperspektive, möchten mit dem dreitägigen Festival ein Statement gegen Ausgrenzung, Diskriminierung und Rassismus – Probleme, die leider nicht nur im Fußballstadion immer wieder auftauchen – setzen.

Dornburger Schlösser

Dornburger Schlösser
Nur wenige Fahrminuten mit der Regionalbahn von Jena entfernt liegen die Dornburger Schlösser. Ich war dort noch nie, obwohl ich vom Hörensagen wusste, dass es dort schön sein soll. Am Pfingstsonntag nahm ich mir die Zeit zwischen Redaktionsarbeit und Grillen dort schnell vorbeizuschauen. Ausgiebig benutzt habe ich mein Ultraweitwinkelobjektiv, so entstanden die meisten Fotos letztendlich mit 10mm Brennweite.

Schon Frühling?

Pfad
Ob das schon der Frühling oder doch nur ein wärmerer Wintertag ist, ist prinzipiell egal. Denn zumindest habe ich den sonnigen Sonntagnachmittag genutzt, um mich: erstens der Bibliothek fernzuhalten (aber nur am Nachmittag…), zweitens die ersten Fotos des Jahres zu schießen (schlimm, schlimm) und drittens die 85mm Festbrennweite auszuprobieren. Wobei für letzteres die Motive nicht allzu gut waren und daheim am Rechner auch ganz schön hefftige chromatische Aberrationen auftraten (beim obigen Foto sieht man das schön, bzw. eher weniger schön am hellen Mantel der Dame in rot; beim unteren Foto bei den Bäumen vor dem Himmel) – also doch wieder zuviel Sonne. Aber eigentlich habe ich mir Teil (Nikkor AF 85mm f/1.8) auch eher für Low-Light und Portraits zugelegt, aber da muss es sich erst noch beweisen.

Gebete in der Zahnarztpraxis

Happy Ramadan                                                 رمضان مبارك
© Mohammad Khedmati

„Gebete in der Zahnarztpraxis – Islamisches Leben in Jena (Teil 1)“, erschienen in Akrützel Nr. 290

Ahmed und Asil begrüßen sich wie Freunde, die sich lange nicht gesehen haben. Doch eigentlich haben sie fast jeden Tag zusammen Seminare. Beide studieren Deutsch als Fremdsprache und möchten ihren Master in Jena erlangen. Und beide sind Muslime, zwei von hunderten in der Studentenstadt, denn die Mehrzahl der Teilnehmer des in wenigen Minuten beginnenden Freitagsgebets sind ausländische Studenten. Noch nicht allzu viele von ihnen haben sich heute in der Jenaer Moschee am Ende der Wagnergasse eingefunden. Vereinzelte arabische, englische und deutsche Wortfetzen sind in den Räumen der ehemaligen Zahnarztpraxis zu hören. Weitere Muslime kommen nach und nach in den Gebetsraum, verbeugen sich zweimal, und setzen sich zu den anderen auf den Teppichboden. Es ist schon längst 13 Uhr und die Predigt sollte beginnen, doch der Imam wartet noch. Es sei zwar besser die Gebetszeit genau einzuhalten, aber in Jena sei man da flexibel. „Wir sind hier ein bisschen toleranter, denn bei den großen Moscheen wird der genaue Zeitpunkt je nach Sonnenstand geändert“, erzählt Asil. Im Falle von Jena sei das einfach praktischer, denn der größte Teil der Betenden besteht neben den Studenten aus Doktoranden, Wissenschaftlern oder Angestellten, sodass man die Gebetszeit auf die Mittagspause gelegt hat. „Ich bin daran gewöhnt zu dieser Zeit in die Moschee zu gehen, ich kann also in der Pause das Gebet verrichten und gehe danach wieder zur Arbeit oder an die Uni“, erklärt der aus Usbekistan stammende Asil.